Tunnelkette Klaus: Ein „Christkindl“ der ASFINAG

Der Brand im Gleinalmtunnel zeigt, dass die Millionen, die die ASFINAG in die Tunnelsicherung investiert, lebenswichtig sind. In den vier Röhren der Tunnelkette Klaus ist die Sanierung abgeschlossen.

Für den 7. Dezember ist die Eröffnungsfeier geplant. Dann gibt es nochmals eine Sperre, weil Markierungen, Verkehrszeichen und Sicherungseinrichtungen justiert werden. Der Weihnachtsverkehr wird ab 20. Dezember schon zweispurig in beide Richtungen möglich sein. Damit endet für den 27-jährigen Bauverantwortlichen Manuel Prentner ein Projekt, das drei Bauleiter hintereinander gerne weitergegeben haben, weil sie es bei dem gebürtigen Mollner in besten Händen wussten. Er kennt jeden Winkel und sieht – inzwischen in Windischgarsten wohnhaft – seine Zukunft weiterhin auf der A 9 im ASFINAGBaumanagement. Die nun durchgehend zweiröhrigen Tunnel – Spreng-, Falkenstein-, Klausner- und Traunfeldtunnel – haben mit dem akustischen Frühwarnsystem „Akut“ zudem Ohren bekommen.

Mikrofone erkennen außergewöhnliche Geräusche wie einen Aufprall oder Stimmen als Gefahr und lösen automatisch Alarm aus. Dieses System ist auch am Schoberpass und in den Selzthaltunnel montiert worden. Während die Tunnelkette Klaus vor ihrer Eröffnung steht, stehen auf anderen Abschnitten Sanierungen an, z. B. im Bereich Trieben, wo Brücken und Anschlussstellen kontrolliert und die Natur wiederhergestellt werden muss. Auf der A 9 ist nach dem LKWBrand noch bis voraussichtlich Mitte Dezember der Gleinalmtunnel gesperrt. In der erst im Juli eröffneten Röhre sind zahlreiche Reparaturen vonnöten. Die zweite, alte Röhre wird planmäßig bis Ende 2019 generalsaniert.

Foto: Halasz