Wärme aus Biomasse

Am 14. und 15. November findet in Windischgarsten der 20. „Österreichische Biomassetag“ statt.

Im Kulturhaus Römerfeld werden dabei Vortragende über die Flexibilisierung der Stromerzeugung aus fester Biomasse, die volkswirtschaftlichen Effekte von Biomasse-KWKAnlagen oder die Treibstoffproduktion aus fester Biomasse referieren. Ein zentraler Bestandteil des Biomassetages ist auch der Heizwerke-Betreibertag, der praxisnahe Informationen zu zahlreichen Themengebieten – betriebswirtschaftliche und rechtliche Aspekte, Umgang mit Abfallholz im Heizwerk, steuerliche Rahmenbedingungen u. a. m. – bietet. Außerdem wird das 25-Jahr-Jubiläum des oberösterreichischen Biomasseverbands gefeiert. Etwa 80 Prozent der in Österreich verwendeten Biomasse wird für die Wärmeproduktion eingesetzt. Innerhalb der vergangenen 15 Jahre wurden bei Kleinverbrauchern in Haushalten und Gewerbe mehr als 8.000 Megawatt Kesselleistung in Form von Scheitholz-, Pellets- oder Hackgutkesseln sowie Kaminöfen, Herden oder Kachelöfen installiert.

Etwa die Hälfte der österreichischen Haushalte verfügt über eine Form eines Holzheizsystems oder heizt indirekt über Fern- bzw. Nahwärmeanlagen mit Holz. In Österreich produzieren etwa 2.100 Biomasse- Nahwärmeanlagen regionale Wärme. Mittelfristig sollen mehr Marktanteile mit Bioenergie erreicht und fossile Rohstoffe gänzlich ersetzt werden. Die Energie Economics Group an der TU Wien berichtet, dass Bioenergie, Solartherme und Wärmepumpen an Bedeutung gewinnen.

Mit zunehmender Weiterentwicklung der Stromspeichermöglichkeiten in Haushalten wird auch der Einsatz von Photovoltaik- Strom für Wärmeanwendungen (z. B. Warmwasser) steigen. Die Optimierung bestehender Anlagen und Netze bleibt ein zentrales Thema für einen wirtschaftlichen Anlagenbetrieb. Handlungsbedarf besteht bei der Erneuerung des Altbestandes von Biomassefeuerungen. Holzheizungen, die älter als 15 Jahre sind, sollten rasch durch moderne Biomassefeuerungen ersetzt werden. Damit könnten die Effizienz deutlich gesteigert und mit der gleichen Menge an Brennstoff deutlich mehr Gebäude mit Biowärme versorgt werden. Mit der infolge der Erneuerung freiwerdenden Brennstoffmenge könnten rund 45.000 Haushalte von fossilen Heizungen zu Biomassefeuerungen wechseln. Die heimischen Fachbetriebe stehen bereit.