Menu
Sie sind hier:Start/Am Puls der Region/Erneute Verzögerung beim ÖGK-Ambulatorium?

Erneute Verzögerung beim ÖGK-Ambulatorium?

  • Autor/in:
  • Geschätzte Lesezeit: 1 - 2 Minuten

Der bereits zweimal verschobene Baubeginn des Physikalischen Ambulatoriums der Österreichischen Gesundheitskasse in Liezen könne aktuell auch für heuer nicht garantiert werden, so die mit der Ausführung beauftragte Siedlungsgenossenschaft Ennstal.

Erneute Verzögerung beim ÖGK-Ambulatorium? Foto: Ettlmayr

Zu alt, zu klein. Weil das ÖGK-Ambulatorium in der Ausseer Straße nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht, wurde bereits vor Jahren ein Neubau beschlossen, und zwar am ehemaligen Kastner-&-Öhler-Standort in der Bahnhofstraße. Dem ursprünglich anvisierten Baubeginn vor rund zwei Jahren machte jedoch der Pandemieausbruch einen Strich durch die Rechnung, im Vorjahr waren es explodierende Baustoffkosten. Und so klafft am Areal bis dato lediglich eine große Baugrube.

Baubeginn heuer ungewiss

Wird das Vorhaben heuer endlich in Angriff genommen? Das hoffe man natürlich, sagt Wolfram Sacherer, Vorstandsdirektor der Siedlungsgenossenschaft, auf unsere Nachfrage. Aktuell sei der Start jedoch aufgrund der nach wie vor hohen Baustoffkosten offen. Von der ursprünglichen Kalkulation sei man weit entfernt, eine Kostenreduktion erhoffe man durch die im Jänner erfolgte Neuausschreibung sämtlicher Gewerke zu erzielen.

Wirtschaftlichkeit vs. Vertrag

Man hoffe natürlich auf einen Baubeginn im heurigen Jahr, so Wolfram Sacherer, Vorstandsdirektor der Siedlungsgenossenschaft Ennstal, die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens müsse aber gegeben sein. (Foto: wohnbaugruppe.at/A. Balon)Man hoffe natürlich auf einen Baubeginn im heurigen Jahr, so Wolfram Sacherer, Vorstandsdirektor der Siedlungsgenossenschaft Ennstal, die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens müsse aber gegeben sein. (Foto: wohnbaugruppe.at/A. Balon)Bringen die Ausschreibungen nicht den erhofften Erfolg, müsse das Projekt hinsichtlich Ausstattung u. a. m. überdacht werden, so Sacherer, denn letztendlich müsse selbstverständlich die Wirtschaftlichkeit gegeben sein. Für die Gesundheitskasse ist das aber offensichtlich keine Option. Man verweist auf einen aufrechten Vertrag, von dessen Einhaltung man ausgehe.

„Im Vertrag war ein Baubeginn vereinbart, der aber aufgrund der Pandemie seitens des Bauträgers nicht eingehalten werden konnte. Wir sind daher in Abstimmung mit unserem Vertragspartner, da wir davon ausgehen, dass die vertraglich vereinbarten Schritte eingehalten bzw. zeitnah aufgeholt werden“, informiert ÖGK-Pressesprecherin Marie-Theres Egyed. „Das ist rechtlich noch nicht geklärt“, heißt es vonseiten der Genossenschaft, die aber verspricht: „Wir sind lösungsorientiert!“

Fertigstellung frühestens 2024

Wann könnte das Ambulatorium frühestens seinen Betrieb aufnehmen? Gesetzt den Fall, dass noch heuer begonnen wird, wäre das bei einer Bauzeit von „gut zwei Jahren“, wie Sacherer schätzt, frühestens 2024 der Fall. Zumindest bis dahin müssen Versicherte also noch mit den Gegebenheiten in der Ausseer Straße vorliebnehmen.

×