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Öblarner Festspiel doch erst 2024

Noch im vergangenen September ging man davon aus, das Festspiel 2023 planmäßig aufführen zu können, mittlerweile steht aber fest, dass „Die Hochzeit“ doch erst wieder 2024 zur Aufführung gelangt.

Öblarner Festspiel doch erst 2024 Foto: Christoph Huber

 Das Öblarner Festspiel am Originalschauplatz an einem lauen Sommerabend zu erleben, davon träumen Einheimische wie Besucher aus der näheren und weiteren Umgebung. Die Planungen für diese Aufführungen beginnen beim Veranstalter, der Festspielgemeinde Öblarn, jeweils rund eineinhalb Jahre davor. Ging man im Herbst des Vorjahres noch davon aus, das Festspiel nächstes Jahr aufführen zu können, so wurde in der aktuellen Generalversammlung vom 12. Juni angesichts der leider immer noch aktuellen Pandemiesituation die Verschiebung der Veranstaltung diskutiert.

Von Spielleiter Bernhard Wohlfahrter wurde auf mögliche ausfallende Proben aufgrund erkrankter Darsteller verwiesen, die ein Spiel in bekannter Qualität gefährden würden. „Absagen und Terminverschiebungen könnten die Folge sein, damit einhergehend wirtschaftliche Risiken”, betonte Obfrau Claudia Gassner. Bürgermeister Franz Zach brachte ein weiteres Argument für eine Verschiebung vor, und zwar die Walchenbachverbauung. In Öblarn muss im Frühjahr 2023 die Bachverbauung erneuert und die zentral gelegene Fischerbrücke versetzt werden. Ein Festspiel 2024 wäre daher auch von Gemeindeseite zu befürworten.

Die daraufhin folgende geheime Abstimmung brachte ein fast einstimmiges Ergebnis: die Verschiebung des Festspiels auf 2024 und damit hoffentlich bessere Voraussetzungen für die Durchführung. Es gibt aber auch sehr erfreuliche Nachrichten: Spielleiter Bernhard Wohlfahrter wird 2023 sein Abschlussprojekt an der Filmakademie München – einen ca. 30-minütigen cineastischen Kurzfilm – mit tatkräftiger Unterstützung der Festspielgemeinde und vielen Darstellern der „Hochzeit” in Öblarn drehen.

„Die Hochzeit”

Alle paar Jahre verwandelt sich der Kirchplatz der Gemeinde Öblarn in eine Freiluftbühne. Über 300 Laienschauspieler wirken im Stück „Die Hochzeit” von Paula Grogger mit und machen es damit zum größten Laientheater im Alpenraum. Im Mittelpunkt der Handlung steht Erzherzog Johann, der im Jahr 1821 als Brautführer des Pflegers zu Gstatt zu Gast in Öblarn war und die Hochzeit zu einer Begegnung mit seiner Herzensgeliebten Anna Plochl nutzte.

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