Auch das Wasser braucht „Wegmacher“

Ihre Kollegen an unseren Straßen sind uns bekannt. Sie bessern Schäden am Straßenbelag aus, sorgen für sauber gemähte Straßenränder, schneiden herunterhängende Äste ab und sorgen manchmal – notgedrungen – für Stau. Moderne „Wegmacher“ sind mit Fahrzeugen und Maschinen unterwegs.

Auch die heimischen Flüsse und Bäche müssen gepflegt und erhalten werden. Die Arbeit unserer Gewässerpfleger findet kaum Beachtung, ist Allgemeingut, eine Selbstverständlichkeit. Der fünfköpfige Trupp in der Baubezirksleitung Liezen kümmert sich um rund 600 Kilometer fließende Gewässer im Bezirk, um die Salza bei Wildalpen, die Palten, den Pyhrn-, Döllach- und Weißenbach bei Liezen, die Gulling, den Grimming- und Donnersbach, die Salza bei Bad Mitterndorf, den Sölkbach und um die Traunflüsse (Altausseer-, Grundlseer-, Kainisch-, Ödensee-, Riedlbach- und Koppentraun sowie Vereinigte Traun). Das Hauptaugenmerk gilt natürlich der Enns von Mandling bis hinaus an die Landesgrenze zu Oberösterreich. Für das „wildere Wasser“ – oft Verursacher großer Schäden wie z. B. in St. Lorenzen ist die Wildbach- und Lawinenverbauung zuständig.
Trotz unterschiedlicher Zugehörigkeit funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Landes und Bundesdienststelle im Bezirk. Die Kollektivarbeiter Willi Perhab, Karl Höflechner, Manfred Baumgartner, Erhard Daum und Erwin Kals sind ständig unterwegs und sichern die Abwicklung der Gewässerpflege. Den Beruf gibt es schon seit mehr als 100 Jahren und er hat im Zuge der Ennsregulierung an Bedeutung gewonnen. Dahinter stand das Verlangen der Bauern nach trockenen, ebenen Anbauflächen. Andererseits kommt der Baubezirksleitung Liezen als Gestalter der Landschaft im Interesse der Feriengäste auch Bedeutung zu. Was gerne fotografiert wird, muss auch instand gehalten werden. Uferbefestigungen, Beschattung, ökologische Maßnahmen erkennt ein Laie kaum. Dabei hängt auch von verschiedenem Bewuchs bei höherem Wasserstand ab, ob es z. B. zu einer Verklausung kommt. „Der Schutz der Bevölkerung ist das oberste Ziel und Auftrag des Landes“, so Andreas Richter, der Leiter des Referates Wasser, Umwelt und Baukultur. Bauen auch in der Hochsaison ist besonders sensibel, aber Gäste und Einheimische schätzen die Arbeit – und die am Ufer der Gewässer Lebenden besonders.
Foto: BBL Liezen

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