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Ostrowskis „Onkel“ gibt’s jetzt auch als Buch

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Im Regelfall ist es ja so, dass erfolgreiche Bücher verfilmt werden. Im Falle von Michael Ostrowskis Romanerstling „Der Onkel“ war es jedoch umgekehrt, hier wurde quasi der Film „verbucht“.

Ostrowskis „Onkel“ gibt’s  jetzt auch als Buch Foto: Nora Obergeschwandner

(Buchcover: Rowohlt)(Buchcover: Rowohlt)Wer war zuerst, das Buch oder der Film? Die Antwort auf diese Frage zu Ostrowskis „Onkel“ ist im Gegensatz zu jener nach der Henne und dem Ei relativ einfach: der Film. „Der Onkel – The Hawk“, in dem Ostrowski nicht nur in die Hauptrolle schlüpfte, sondern gemeinsam mit Helmut Köpping auch für Regie und Drehbuch verantwortlich zeichnete, wurde 2020 produziert. Der Kinostart erfolgte coronabedingt zwar erst am 6. Mai dieses Jahres, damit aber immer noch rund ein halbes Jahr vor der Erstveröffentlichung des Buchs „Der Onkel“ am 15. November. Ostrowskis Debütroman deshalb „nur“ als Buch zum Film zu bezeichnen sei jedoch nicht gerechtfertigt, schrieb der Standard, es handle sich dabei um ein vollkommen eigenständiges Werk, das ein „bemerkenswertes literarisches Talent“ offenbare.

Der Habicht im Hühnerstall

„Der Onkel“ erzählt vom Spieler und Lebemann Mike Bittini, der mit seinem alten Ford Escort und in weißen Lederboots nach 17 Jahren nach Wien zurückkehrt. Sein Bruder, ein erfolgreicher Anwalt, ist ins Koma gefallen und Mike schleicht sich in dessen Villa und Familie ein, wo er – wie der Habicht im Hühnerstall – schon bald für allerhand Aufregung sorgt. In kürzester Zeit bringt der unberechenbare Onkel die beiden pubertierenden Kinder auf seine Seite, erklärt der Mutter seiner Schwägerin den Krieg und legt sich mit den Nachbarn an. Kein Wunder, dass Gloria, die Frau seines Bruders, ihn einfach nur loswerden will. Doch will sie das wirklich? Und was will eigentlich Mike wirklich?

»Wer ruht, sitzt, zuhause bleiben muss, geht mit diesem Buch auf einen Trip aus Rasanz, Wahnsinn und Leidenschaft. Wer sowieso on the road ist, nimmt nochmal doppelt Fahrt auf.«
Anke Engelke, die in der Filmvorlage zum Buch an Ostrowskis Seite spielt

Literaturnobelpreisträgerin adelt Erstling

Speziell als Schauspieler, aber auch als Regisseur, Drehbuchautor und Moderator ist Os-
trowski, der eigentlich Stockinger heißt und in Rottenmann aufgewachsen ist, hierzulande bereits hinlänglich bekannt, mit seinem Schelmenroman „Der Onkel“ macht er sich nun aber auch als Autor einen Namen. Das sieht auch Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek so, die seinen literarischen Erstling als „vielversprechendes Buch“ bezeichnet und eine klare Leseempfehlung ausspricht.

 

 

LBN-WOHIN
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