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Gipfeltreffen: Konzert der Egerländer und Oberkrainer in Schladming

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Beim „Gipfeltreffen“ in Schladming treffen diesen Juli mit den „Egerländern“ und den „Oberkrainern“ zwei wahre Größen der Volksmusik aufeinander. Erstere haben wir in unserer letzten Ausgabe vorgestellt, in dieser widmen wir uns der zweiten legendären Kapelle.

Gipfeltreffen: Konzert der Egerländer und Oberkrainer in Schladming Foto: Rok Mlinar

Blick zurück in die 1950er: Skispringer Slavko Avsenik ist Mitglied der jugoslawischen Nationalmannschaft, gleichzeitig hat der 1929 Geborene im elterlichen Gasthof im slowenischen Begunje erste Auftritte. 1953 spielt er erstmals im „Trio Avsenik“ und gründet schließlich mit seinem Bruder Vilko das „Gorenjski Kvintet“, das als „Original Oberkrainer Quintett“ zur Legende werden sollte. Sein Bruder, studierter Komponist und Klarinettist und zugleich Aufnahmeleiter sowie Arrangeur des Ensembles, gilt zusammen mit Slavko als Begründer des Oberkrainersounds.

Radio sei Dank

Wie „Ernst Mosch und seine Egerländer Musikanten“, die 1956 erstmals in einer Radiosendung auf sich aufmerksam machten, wurden auch die „Oberkrainer“ auf diese Weise bekannt. Über Radio Ljubljana war die Musik bis nach Kärnten gelangt und 1955 erklangen in der Sendung „Slowenische Stunde“ auf Radio Klagenfurt fünf Titel, darunter die von Slavko Avsenik komponierte Polka „Na Golici“, die unter ihrem deutschen Titel „Trompetenecho“ bis heute eines der bekanntesten Lieder der Gruppe ist.

Zur großen Karriere verhalf Fred Rauch, Moderator beim Bayrischen Rundfunk, der 1955 in Kärnten urlaubte und vom „Gorenjski Kvintet“ im Radio so begeistert war, dass er sie später auch in seiner eigenen Sendung vorstellte. Rauch war es auch, der den slowenischen Namen der Gruppe kurzerhand und ohne vorherige Rücksprache in „Oberkrainer Musikanten“ – später „Original Oberkrainer Quintett“ – abänderte. Der weitere Erfolg mit Konzertreisen, Schallplattenvertrag und Melodien wie „Slowenien, mein Heimatland“ war nicht mehr aufzuhalten.

Auf Großvaters Spuren

2015 verstarb Slavko Avsenik, in seine Fußstapfen war aber bereits einige Jahre zuvor sein Enkel Sašo Avsenik getreten, der mit seinem „Ansambel Saša Avsenika“ – „Sašo Avsenik und seine Oberkrainer“ – die Tradition der Oberkrainermusik fortsetzt. Die Gruppe feierte am 14. November 2009 beim „Musikantenstadl“ in Passau ihr Debüt und ebnete sich so den Weg zum deutschsprachigen Publikum. Am 26. November desselben Jahres, auf den Tag genau zum 80. Geburtstag von Slavko Avsenik, erschien das erste Album.

Gipfeltreffen der Legenden

Slavko Avsenik (l.), der legendäre  Erfinder des Oberkrainer-Musikstils, mit Ernst Mosch (r.) im Jahr 1988. (Foto: teutopress GmbH)Slavko Avsenik (l.), der legendäre Erfinder des Oberkrainer-Musikstils, mit Ernst Mosch (r.) im Jahr 1988. (Foto: teutopress GmbH)Bereits Slavko Avsenik und Ernst Mosch, den Gründer der „Egerländer“, verband eine besondere Freundschaft, die sich auch auf die heutigen Ensembles übertragen hat. Die „Gipfeltreffen“ von „Sašo Avsenik und seinen Oberkrainern“ und „Ernst Hutter & Die Egerländer Musikanten“ zählen zu den Höhepunkten in den Tourkalendern beider Gruppen, ob nun hoch über dem Rhein auf der Loreley oder am 8. Juli im Planai-Stadion in Schladming.

 

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