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Stift Admont mit zwei hochkarätigen Sonderausstellungen

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Mitte März ist das Stiftsmuseum Admont in die neue Saison gestartet, in der gleich zweifach steirisches Kulturgut ins Rampenlicht gerückt wird, und zwar in der Neuauflage von „Wir Friedrich III. & Maximilian I.“ sowie in „Steirische Wurzeln“.

Stein aus dem 1854 abgetragenen Westflügel der Grazer Burg, der u. a. das Wappen Friedrichs III. und Eleonores  von Portugal zeigt. Stein aus dem 1854 abgetragenen Westflügel der Grazer Burg, der u. a. das Wappen Friedrichs III. und Eleonores von Portugal zeigt. Foto: Universalmuseum Joanneum

 Weil sich die Sonderausstellung „Wir Friedrich III. & Maximilian I. – Ihre Welt und ihre Zeit“ im Vorjahr als wahrer Besuchermagnet erwiesen hat, habe man sich, wie Abt Gerhard Hafner berichtet, zu „einer Neuauflage der wohl bedeutendsten Sonderausstellung, die das Stiftsmuseum je gezeigt hat“, entschlossen. Exponate aus dem Benediktinerstift Admont und der Sammlung Mayer werden durch Leihgaben aus ganz Österreich, Südtirol und Deutschland ergänzt und geben einen spannenden Einblick in die Welt, die Zeit und das Umfeld der beiden Habsburgerkaiser.

Die Präsentation besteht aus einer Folge von drei Ausstellungsräumen, die auf den thronenden Kaiser Friedrich III. zuführen. Ausdrucksstarke Portraits, Tafelbilder und Skulpturen, Waffen und Rüstungen, Prachturkunden und Siegel, Totenschilder, epigrafische Besonderheiten und bedeutende Handschriften zeigen das Weltbild, den Glauben, das blühende Handwerk sowie die Wohn- und Tafelkultur des 15. und frühen 16. Jahrhunderts.

Ein absolutes Highlight der völlig neu arrangierten Ausstellung ist der Wappenstein Friedrichs und seiner Gemahlin Eleonore von Portugal. „Mit diesem 1452 datierten Exponat lässt sich die gesamte Lebensgeschichte des Kaisers erzählen“, zeigt sich Kuratorin Barbara Eisner-Braunsteiner begeistert. Der enge Bezug zur Steiermark zeigt sich im Fundort. Ursprünglich war der Wappenstein in das Mauerwerk der Grazer Burg eingelassen und kam in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in das Universalmuseum Joanneum.

Die Steiermark setzt Impulse

Sonderausstellung Steirische Wurzeln (FotoL LitterART)Auch in der zweiten heurigen Sonderausstellung des Museums des Benediktinerstifts Admont steht steirisches Kulturgut im Fokus, wenn auch die gezeigten Objekte bedeutend jüngeren Datums sind als erwähnter Wappenstein in der Neuauflage der Schau über die beiden Habsburgerherrscher Friedrich III. und Maximilian I. In „Steirische Wurzeln – Spurensuche in der Sammlung Gegenwartskunst“ steht die Entwicklung des Kulturlandes Steiermark im Zentrum.

Im Jahr 1997 hat das Stiftsmuseum Admont begonnen, Gegenwartskunst junger österreichischer Künstler zu sammeln. 2003 wurde diese neue Sammlung erstmals einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Auffallend viele Kunstwerke in der Sammlung sind steirischen Ursprungs. „Die Steiermark setzt seit Jahrzehnten wichtige Impulse im Bereich der bildenden Kunst“, weiß Kurator Michael Braunsteiner. Als mitverantwortlich für diesen Umstand darf auch das Stiftsmuseum Admont gesehen werden, das seit über 20 Jahren auch Kunstwerke bei steirischen Künstlern in Auftrag gibt.

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