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Konjunkturaufschwung verlangsamt sich

Nach guter Wirtschaftsleistung im ersten Quartal des heurigen Jahres scheint sich die Konjunktur im zweiten und dritten Quartal einzubremsen.

Konjunkturaufschwung verlangsamt sich Foto: frank peters – stock.adobe.com

 Laut Statistik Austria stieg die Wirtschaftsleistung der österreichischen Volkswirtschaft im ersten Quartal 2022 gegenüber dem vierten Quartal 2021 um 1,5 Prozent an. Expansive Impulse gingen insbesondere von der günstigen Exportdynamik aus, die ihrerseits die Industrieproduktion anregte. Nun aber sorgen Faktoren wie gestörte Lieferketten oder der Krieg in der Ukraine für eine Abschwächung des Wachstums. Vorlaufindikatoren deuten auf eine Eintrübung im zweiten und dritten Quartal hin. Der WIFO-Konjunkturklimaindex beispielsweise notierte im Mai deutlicher unter dem Wert des Vormonats, blieb jedoch im positiven Bereich und über dem langjährigen Durchschnitt.

Arbeitslosigkeit sinkt weiterhin

Die gesamtwirtschaftliche Expansion hinterlässt deutliche Spuren auf dem Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosigkeit sinkt weiterhin, ist nach wie vor deutlich niedriger als im Winter 2020 vor Ausbruch der Coronapandemie. Mit dem Aufschwung ist allerdings auch die Arbeitskräfteknappheit der Vorkrisenjahre zurückgekehrt. Laut WIFO-Konjunkturtest ist der Personalmangel ein wesentliches Hemmnis der Wirtschaftsfähigkeit, und zwar in noch höherem Maße als vor der Pandemie.

Preisauftrieb anhaltend hoch

Die Preise steigen nach wie vor, die schon länger beobachteten zweistelligen Zuwachsraten bei Produzentenpreisen schlagen sich zunehmend in den Verbraucherpreisen nieder. Letztere legten im April deutlich zu, nämlich um 7,2 Prozent gegenüber dem Vormonat. Für Mai lagen bei Druck dieser Ausgabe noch keine konkreten Zahlen vor, einer Statistik-Austria-Schnellschätzung zufolge sei aber von rund acht Prozent auszugehen.

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