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Der Sommer brachte Gäste, der Winter bringt Herausforderungen

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Wie ist die touristische Sommersaison verlaufen, wie wird die Wintersaison? Wir haben uns in der Region umgehört.

Der Sommer brachte Gäste, der Winter bringt Herausforderungen Foto: Jan Will – stock.adobe.com

Die Zahlen für Oktober, den finalen Monat der Sommersaison, lagen bei Druck dieser Ausgabe noch nicht vor, aber für Mai bis September vermeldete Steiermark Tourismus sowohl im Vergleich zu 2021 als auch gegenüber 2019 deutliche Steigerungen bei Ankünften und Nächtigungen. Können die Erlebnisregionen und Tourismusbetriebe des Bezirks diese erfreuliche Bilanz bestätigen? Und wie sind ihre Erwartungen für den Winter?

Der Sommer zwischen Dachstein und Gesäuse

„Wir blicken sehr zufrieden auf die vergangene Sommersaison zurück“, so Mathias Schattleitner, Geschäftsführer der Erlebnisregion Schladming-Dachstein. Stand Ende September hielt man bei rund plus vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr und ca. plus 14 Prozent gegenüber 2019. Eine positive Bilanz zieht man auch beim Natur- und Wellnesshotel Höflehner in Haus. Gerhard Höflehner: „Wir konnten im Vergleich zu vor Corona eine kleine Steigerung erzielen und haben sogar die fulminanten Sommermonate 2020 und 2021 fast erreicht.“

Pamela Binder vom Tourismusverband Ausseerland-Salzkammergut berichtet von einer guten Saison. „Da dürfen wir nicht meckern!“ Im Vergleich zu 2021 dürfte sich ein leichtes Plus ausgehen. Im Mondi Resort am Grundlsee blickt man auf eine von Mai bis Oktober durchgehend gute Buchungslage zurück. Besonders sei heuer gewesen, dass viele Firmen wieder Seminaraufenthalte gebucht haben, berichtet Esther Huemer, die stellvertretende Direktorin. Da habe es einen richtigen Rückstau gegeben, weshalb man auch in den Randzeiten gut gebucht gewesen sei.

Mit dem Sommer zufrieden ist auch Jaqueline Egger, die Geschäftsführerin des Tourismusverbands Gesäuse. Sie verschweigt aber auch nicht die Rückmeldungen von Betrieben, dass die Tagesgäste etwas weniger und sehr preissensibel geworden seien. Andreas Danner von der Gemeinde Landl Infrastrukturentwicklungs KG, die Ausflugsziele wie die Wasserlochklamm verwaltet, resümiert: „Kein Spitzensommer, aber ein positiver Durchschnittssommer.“ Auch er weiß von einem leichten Rückgang bei den Tagesgästen, speziell in der Nebensaison, zu berichten.

„Der Winter wird ein bisserl schwieriger“

Hinsichtlich des Winters sei er „vorsichtig positiv“ gestimmt, so Schladming-Dachstein-Chef Schattleitner. Man habe die Rückmeldung, dass die Ferienzeiten bereits gut gebucht seien, abseits davon seien die Gäste aber noch etwas zurückhaltend. Gerhard Höflehner vom Hotel Höflehner hingegen berichtet: „Die Gäste buchen aktuell trotz der angespannten und unsicheren Situation bereits wieder ähnlich stark wie vor Corona für den kommenden Winter.“ Speziell die steigenden Energiepreise seien dabei aber „eine enorme betriebliche Herausforderung“.

Der Winter sei leider nicht mehr so planbar wie früher, bedauert Binder, aber sie sehe „nicht so schwarz“. Die Lust auf Winterurlaub sei da, sie könne sich aber vorstellen, dass vielleicht die Aufenthaltsdauer kürzer werde, so die Ausseerland-Tourismuschefin. „Der Winter wird ein bisserl schwieriger“, so Huemer vom Mondi Resort, die auch gleich ein Beispiel dafür anführt: „An Silvester sind wir um diese Zeit normalerweise längst ausgebucht, heuer nicht. Das Buchungsverhalten ist aktuell sehr kurzfristig.“ Im Gesäuse sieht man sich für den Winter gut aufgestellt. Die Region könne mit Angeboten wie Skitourengehen oder Schneeschuhwandern günstige Alternativen zum teuren Skifahren bieten, so Egger.

LBN-WOHIN
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