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Drei Lassinger und ihre tierischen Helfer

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Nadelbäume? Bäh! Bei der Pflege ihrer Christbaumkultur setzen Otmar Huber, Hans Schaunitzer und Sepp Hornbacher auf eine Schafrasse mit einer ganz besonderen Eigenschaft.

Drei Lassinger und ihre tierischen Helfer Foto: KK

Sieben Shropshire-Schafe halten die Christbaumkultur im Lassinger Ortsteil Treschmitz frei von Begleitwuchs, auf Pestizide und Kunstdünger kann dadurch verzichtet werden.Sieben Shropshire-Schafe halten die Christbaumkultur im Lassinger Ortsteil Treschmitz frei von Begleitwuchs, auf Pestizide und Kunstdünger kann dadurch verzichtet werden. (Foto: KK)Schon seit über 30 Jahren züchten die Lassinger Christbaumbauern in ihrer Kultur im Ortsteil Treschmitz Nordmanntannen. Unterstützt werden sie dabei von ganz speziellen Helfern, nämlich Shropshire-Schafen, die im Gegensatz zu ihren Artgenossen weder Nadelbaumtriebe noch Obstbaumrinde verbeißen und so ideale Landschaftspfleger sind. Die Entdeckung dieser Eigenschaft Anfang der 1990er freute nicht nur Weihnachtsbaumproduzenten in aller Herren Länder, sondern sicherte der zu diesem Zeitpunkt als stark gefährdet eingestuften Rasse auch das Überleben.

Wir sind vor gut 25 Jahren durch einen anderen Christbaumzüchter auf das Shropshire-Schaf aufmerksam geworden und setzen seitdem auch darauf“, erzählen Huber, Schaunitzer und Hornbacher. Aktuell „beschäftigen“ die Lassinger Christbaumbauern sieben tierische Angestellte. Wurden die Lämmer anfangs noch zugekauft, züchtet man seit 2017 selbst. Letzten Winter durfte man sich so etwa über zweifachen Shropshire-Schaf-Nachwuchs freuen und auch heuer wird die wollige Mitarbeiterschar wieder anwachsen.

„Die Schafe halten die Kultur frei von störendem Begleitwuchs, der ein gleichmäßiges Wachstum der Bäume verhindern würde“, erklären die drei Lassinger Landwirte, die sich dadurch nicht nur jede Menge Arbeit ersparen, sondern auch auf den Einsatz von Pestiziden zur Begleitwuchsregulierung getrost verzichten können. Und weil der Schafmist sehr nährstoffreich und somit ein guter Bodenverbesserer ist, braucht man in Treschmitz auch keinen Kunstdünger.

Die Vorteile heimischer Christbäume

Der vollständige Verzicht auf Chemie ist jedoch nur ein Grund, warum man heimischen Bäumen wie jenen der Lassinger Christbaumbauern den Vorzug gegenüber Importware geben sollte? Für erstere spricht u. a. auch die weitaus bessere Ökobilanz aufgrund des um ein Vielfaches kürzeren Transportwegs oder die aus der späteren Ernte resultierende längere Haltbarkeit und der deutlich intensivere Nadelbaumduft.

 

LBN-WOHIN
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