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Pyhrnbahn: Fünf Monate Schienenersatzverkehr

Seit 1906 verbindet der 4.766 Meter lange Bosruck-Eisenbahntunnel die Steiermark und Oberösterreich. Um die weitere Nutzung sicherzustellen, finden aktuell umfangreiche Wartungs- und Sanierungsarbeiten statt.

Pyhrnbahn: Fünf Monate Schienenersatzverkehr Foto: Walter Isack

Durchstich im Bosrucktunnel im Jahr 1905. (Foto: KK)Durchstich im Bosrucktunnel im Jahr 1905. (Foto: KK) In einem ersten Sanierungsabschnitt wurden bereits 2016 die Tunnelsohle und Gleise erneuert, am 28. Februar begann der zweite Sanierungsabschnitt, bei dem die Tunnelinnenschale stellenweise erneuert und eine Stromschiene für die Oberleitung eingebaut wird. Die Arbeiten erfordern eine insgesamt fünfmonatige Streckensperre und werden bis Ende Juli dauern. Fahrgäste müssen in diesem Zeitraum auf einen Schienenersatzverkehr mit Bussen ausweichen – im Nahverkehr zwischen den Haltestellen Spital am Pyhrn und Selzthal, im Fernverkehr zwischen Kirchdorf an der Krems und Selzthal. Die ÖBB bittet Fahrgäste, aufgrund des Schienenersatzverkehrs mehr Zeit einzuplanen.

„Mit der umfangreichen Sanierung des Bosrucktunnels stellen wir sicher, dass der Bahnbetrieb bis mindestens ins Jahr 2040 über den bestehenden Tunnel abgewickelt werden kann und die wichtige Verbindung zwischen Oberösterreich und der Steiermark fit für die kommenden Jahre wird“, so Thomas Fruhmann, Projektleiter der ÖBB-Infrastruktur AG. Laut ÖBB-Rahmenplan ist eine Investitionssumme von 23,9 Millionen Euro für das Projekt vorgesehen. Warum 2040? Weil bis spätestens dahin ein neuer, im Gegensatz zum alten möglichst flach trassierter und damit güterzugfreundlicherer Bosrucktunnel in Betrieb gehen soll.

Wichtige Güterzugstrecke

Die Bahnstrecke zwischen Linz und Selzthal, die Pyhrnbahn, ist ein bedeutender Nord-Süd-Korridor für den internationalen Bahnverkehr. Als Teil der Pyhrn-Schober-Achse ermöglicht sie die Verbindung von Deutschland und Tschechien mit dem Raum Graz und Slowenien. Seit den 1980er-Jahren bauen die ÖBB die Pyhrnstrecke nach und nach abschnittweise von einem auf zwei Gleise aus. Parallel dazu werden Bahnhöfe und Haltestellen erneuert und laufend Reinvestitionen und Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt.

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