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Sondermüll Blumenstrauß

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Blumen zum Valentinstag – für uns so normal wie die Torte zum Geburtstag. Doch ein Blick aufs Thermometer macht klar, dass es sich dabei um Importware von weit her handeln muss.

Bei Daniela Fößleitner in Ardning wachsen die Blumen zu ihrer Zeit und in ihrem Rhythmus, ganz nah und natürlich ohne Pestizide. Bei Daniela Fößleitner in Ardning wachsen die Blumen zu ihrer Zeit und in ihrem Rhythmus, ganz nah und natürlich ohne Pestizide. Fotos: madeofsilk

Etwa 90 Prozent der Blumenimporte in Österreich kommen aus fernen Ländern wie Kenia, wo es keinerlei Arbeitnehmerschutz und keine Richtlinien für den Einsatz von Pestiziden gibt. So landen auf unseren Blumen Gifte, die in der EU eigentlich verboten sind. Nicht außer Acht zu lassen ist die Tatsache, dass der Anbau einer einzelnen Rose etwa fünf Liter Wasser benötigt. Ein Strauß mit zwölf Rosen vertilgt also 60 Liter Wasser – und das in einer der trockensten Gegenden der Welt!

Was wir unseren Liebsten am 14. Februar also schenken, sind Blumen mit einem gewaltigen ökologischen Fußabdruck und einer massiven Portion Giftstoffe, die sich in unseren Wohnräumen verbreiten. Bei einer Untersuchung in Ligurien 1999 wurde außerdem festgestellt, dass bei 60 Prozent der Menschen, die lange Zeit in der Blumenindustrie tätig waren, Krebs im Frühstadium diagnostiziert wurde. 2003 erschien eine Studie, wonach 71 Prozent der Blumenbauern und -gärtner Genschäden aufwiesen.

Es geht auch anders

Daniela Foessleitner hat mit der Blühmelei vor einigen Jahren den ersten und bislang einzigen Landwirtschaftsbetrieb im Bezirk Liezen, der nachhaltige Blumen anbaut, begründet.  (Foto: madeofsilk)Daniela Foessleitner hat mit der Blühmelei vor einigen Jahren den ersten und bislang einzigen Landwirtschaftsbetrieb im Bezirk Liezen, der nachhaltige Blumen anbaut, begründet. (Foto: madeofsilk)Wer sein ökologisches Gewissen nicht belasten und gleichzeitig Schadstoffe in den eigenen vier Wänden vermeiden will, greift zu Blumen aus nachhaltigem und regionalem Anbau. In unserer Region bietet solche die Ardningerin Daniela Fößleitner mit ihrer Blühmelei an (siehe hierzu auch den Artikel "100 % persönlich – Daniela Fößleitner"). In ihrem Betrieb wachsen die Blumen zu ihrer Zeit und in ihrem Rhythmus, ganz nah und natürlich ohne Pestizide.

 

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