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Von Asklepios bis zum Leitspital

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Auf Schloss Trautenfels wurde kürzlich die neue Sonderausstellung eröffnet. „Heilkunst“ widmet sich der Geschichte der Medizin – und rührt auch die Werbetrommel für das in Niederhofen geplante Leitspital Liezen.

Von Asklepios bis zum Leitspital Foto: Karl

Eines der Ausstellungsstücke, das Pestvotivbild von Pürgg, entstanden 1695. (Foto: UMJ/Ernst Reichenfelser)Eines der Ausstellungsstücke, das Pestvotivbild von Pürgg, entstanden 1695. (Foto: UMJ/Ernst Reichenfelser)Es ist ein breiter Bogen, den die neue Schau spannt, beginnend bei Asklepios, dem griechisch-römischen Gott der Heilkunst, über die Pest, die im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit Europa und auch die Steiermark verheerte, bis hin zur Medizintechnik des 21. Jahrhunderts, die zu Erstaunlichem in der Lage ist. „Heilkunde“ widmet sich aber nicht nur Vergangenem, sondern auch Zukünftigem. Weil maßgebliche Gründe für die Themenwahl, werden beispielsweise auch der „Steirische Gesundheitsplan 2035“ und das Leitspital für den Bezirk Liezen thematisiert.

Gelungene Sonderausstellung mit Infomission

Und so gibt „Heilkunst“ nicht nur einen Einblick in die Medizingeschichte, auch jene der Region, sondern soll – zusammen mit einem Infopoint im Foyer des Museums – auch über die laufende Umsetzung der aktuellen steirischen Gesundheitspläne, die u. a. die Errichtung des kontrovers diskutierten Leitspitals Liezen vorsehen, informieren. Die Ausstellung solle den Menschen ihre Ängste, ihre Sorgen nehmen, meinte die steirische Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß diesbezüglich bei der Eröffnung.

„Freude anfangs enden wollend“

Zur Wahl des Ausstellungsthemas erläuterte Wolfgang Muchitsch, der wissenschaftliche Direktor des Universalmuseums Joanneum, bei der Eröffnung, dass es zur grundlegenden Aufgabe eines Museums gehöre, gesellschaftlich relevante Themen zu behandeln. Und wohl kaum ein anderes Thema sei in den letzten Jahren im Bezirk Liezen so intensiv diskutiert worden, wie die Zukunft der medizinischen Versorgung. Durch Corona habe das Thema außerdem zusätzlich an Aktualität gewonnen.

(Foto: Karl)(Foto: Karl)

Katharina Krenn, die Leiterin der Joanneum-Abteilung Schloss Trautenfels, sei zuerst trotzdem nicht unbedingt begeistert gewesen, als man sie mit dem Thema „Heilkunde“ konfrontiert habe, berichtet Muchitsch. „Die Freude war anfangs ein wenig enden wollend.“ Das bestätigt auch Krenn. Nachdem man sich frühere Ausstellungsthemen in Trautenfels selber aussuchen habe können, hätte sie sich mit dem Vorschlag aus Graz erst einmal anfreunden müssen.

Das hat Krenn aber offensichtlich, denn „Heilkunst“ ist dank interessanter Ausstellungsobjekte und gut aufbereiteter Informationen wie schon die vorhergehenden Sonderausstellungen äußerst gelungen. Das Lob dafür möchte die Museumsleiterin jedoch auf keinen Fall alleine einstreichen. „Museum bedeutet für mich Mannschaftsarbeit“, so Krenn und verweist u. a. auf ihren Stellvertreter Wolfgang Otte, der mit ihr die Sonderausstellung kuratiert hat, sowie Michi Pletz, den Gestalter der Schau.

 

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