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Wintergebietsübung in den Rottenmanner Tauern

St. Lorenzen im Paltental war Anfang März Schauplatz der diesjährigen Wintergebietsübung der Bergrettungen aus dem Gebiet Liezen und der Alpinpolizei.

Wintergebietsübung in den  Rottenmanner Tauern Foto: Bergrettung Steiermark

 Übungsannahme war ein Lawinenabgang am 2.188 Meter hohen Almspitz, ausgelöst durch eine vierköpfige Skitourengruppe. Drei Bergsportler, so das Szenario, wurden verschüttet, der vierte alarmierte über den Alpinnotruf 140 die Landeswarnzentrale Steiermark, die daraufhin die zuständige Bergrettung Trieben und die übrigen Bergrettungen aus dem Gebiet Liezen, die Lawinenhundestaffel der Bergrettung, die Alpinpolizei und die Freiwillige Feuerwehr St. Lorenzen verständigte.

Jede Minute zählt

Bereits wenige Minuten nach der Alarmierung wurden mittels Mannschaftstransportfahrzeugen der Feuerwehr die ersten Bergretter und Lawinensuchhunde über vereiste und schneebedeckte Forststraßen so nahe wie möglich an den Einsatzort gebracht. Von dort ging es samt Ausrüstung per Tourenski weiter. Kurz darauf traf auch ein geländegängiges Spezialfahrzeug der Bergrettung Hohentauern ein, das den direkten Weg von Hohentauern über die Hölleralm zum Einsatzort genommen hatte.

Knappe 25 Minuten nach dem Notruf landete unweit der Einsatzleitung in der ehemaligen Volksschule von St. Lorenzen der Polizeihubschrauber Libelle Steiermark aus Graz und brachte in weiterer Folge Bergretter, Lawinensuchhunde und Ausrüstung auf den Lawinenkegel. Schon bald wurden die Verschütteten lokalisiert und befreit sowie nach notfallmedizinischer Versorgung durch Sanitäter und Ärzte der Bergrettung per Akja und Hubschrauber abtransportiert.

Von der Übung zum Einsatz

In der finalen Phase der Übung, noch bevor sich alle Beteiligten wieder in der Einsatzzentrale zurückmelden konnten, mussten die ersten zu vier realen Einsätzen ins Gesäuse ausrücken, um die „daheimgebliebenen Kameraden“ zu unterstützen. „Hier hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, auch an Übungstagen genügend Reserven im Tal bereitzuhalten, um bei realen Einsätzen so rasch und effizient wie auch sonst immer bereit zu sein“, so Manuel Strimitzer, stellvertretender Bergrettungs-Gebietsleiter.

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