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Worten sollen endlich Taten folgen!

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Rund 400.000 Personen arbeiten hierzulande im Gesundheitsbereich, ein großer Teil legte kürzlich im Rahmen einer österreichweiten Aktion für kurze Zeit die Arbeit nieder, um auf Missstände hinzuweisen. Auch im Krankenanstaltenverbund Rottenmann-Bad Aussee wurde protestiert.

Worten sollen endlich Taten folgen! Foto: Karl

Rottenmann, 10. November: Gut 80 LKH-Bedienstete versammeln sich symbolkräftige fünf Minuten nach 12 Uhr vor dem Gebäude. Personal aus allen Berufsgruppen, von der Haustechnik über Pflegekräfte bis hin zur Krankenhausführung, ist vertreten. Viele von ihnen halten Schilder mit Botschaften wie „Unsere Akkus sind leer“ und dem Aufruf, endlich zu handeln, oder „Schluss mit Überstunden“ und der Forderung nach mehr Personal in den Händen.

Heidi Hillbrand, die Betriebsratsvorsitzende des LKH Rottenmann-Bad Aussee, tritt ans Rednerpult, berichtet von körperlich und emotional überlastetem Personal, speziell im Pflegebereich, wo die Lage besonders prekär sei, prangert leere Ankündigungen der Politik an und fordert die rasche Umsetzung dringend notwendiger Maßnahmen zur Erleichterung der täglichen Arbeit im Gesundheits-, Pflege- und Sozialbereich.

Es brauche u. a. dringend mehr Personal, so Hillbrand. Schon vor der Krise habe es diesbezüglich einen massiven Mangel gegeben, die Pandemie habe die Situation noch einmal verschärft. „Es braucht keine schönen Worte der Politik, wir brauchen endlich Taten!“, so die Betriebsratsvorsitzende, die vor einer gefährlichen Versorgungskrise im Gesundheitsbereich warnt.

Kollegen am Limit

Die Aktion dauert nur kurz, schon bald strömen die Bediensteten wieder ins Krankenhausgebäude, um ihren Pflichten nachzugehen. Hillbrand hat noch einige Minuten und berichtet, dass sie laufend Gespräche mit Kollegen führe, die über eine Kündigung als letzten Ausweg nachdenken. Sie hoffe u. a. auf eine baldige grundlegende Ausbildungsreform. „Es gibt leider zu wenig Ausbildungsplätze in den Gesundheitsberufen für genügend Interessierte.“

 

Es ist nicht 5 vor 12, nicht 12, sondern schon 5 nach 12!

Warnruf des Gesundheitspersonals

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