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WSV Liezen: 50 Jahre Landesligatriumph

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1971 krönte sich der Werkssportverein Liezen sensationell zum steirischen Landesligameister und stieg in die Regionalliga Mitte auf.

Meisterehrung nach der Saison 1970/71 (v. l.): Fritz Stieg, Max Leitner, Gerhard Mikulits, Hans Bacher, Richard Abl, Josef Stieg Meisterehrung nach der Saison 1970/71 (v. l.): Fritz Stieg, Max Leitner, Gerhard Mikulits, Hans Bacher, Richard Abl, Josef Stieg Fotos: KK

Von den späten 1960ern bis Mitte der 1970er-Jahre erlebte der WSV Liezen mit einem Durchmarsch von der Unterliga Nord bis in die Regionalliga Mitte und dem dreijährigen Verbleib in der zu diesem Zeitpunkt zweithöchsten Spielklasse des Landes seine Glanzzeit. Aufgrund einer Reform des Ligensystems stieg man 1974 unfreiwillig wieder ab, die Rückkehr in die zweithöchste Spielstufe wollte der Werkself trotz zweier neuerlicher Meistertitel in der steirischen Landesliga nicht mehr gelingen.

wsv zeitungsartikelMeisterkrimi in der Unterliga

In der Saison 1969/70 holte der WSV Liezen den Titel in der Unterliga Nord. Die Meisterentscheidung war dabei äußerst spannend, fiel erst in der allerletzten Runde. Die Blau-Weißen aus der Bezirkshauptstadt siegten 4:2 gegen Stainach, Verfolger Trieben spielte nur Remis. Damit hatten beide Teams gleich viele Zähler am Punktekonto, aufgrund des besseren Torverhältnisses durften aber die Liezener über den ersten Platz und den damit verbundenen Aufstieg in die Landesliga jubeln.

Unerwarteter Landesligatitel

Für die neue sportliche Herausforderung, die Landesliga Steiermark, verstärkte der WSV die erfolgreiche Unterliga-Mannschaft personell.
U. a. wurde aus Stainach Stürmer Helmut Zechner, der später für den Wiener Sportclub und Sturm Graz in der Bundesliga auf Torjagd gehen sollte, geholt. Als Aufsteiger setzte man sich aber dennoch nur das Ziel Klassenerhalt. Jedoch: Die Werkself schlug sich besser als erwartet, übernahm nach zehn Runden die Tabellenführung, heimste den Herbstmeistertitel ein und krönte sich schließlich zum Meister der Saison 1970/71. 

Regionalligajahre und Zwangsabstieg

In der Regionalliga Mitte, damals zweithöchste österreichische Spielstufe, hielt sich der WSV drei Jahre. Höhepunkt war Platz fünf in der Saison 1972/73. 1974 kam es zur Abschaffung der drei Regionalligen und Einführung einer bundesweiten zweithöchsten Spielklasse. In dieser verblieben nur sieben Regionalligisten, die übrigen, darunter die Liezener, mussten den Zwangsabstieg in ihre jeweiligen Landesligen hinnehmen. Zwar konnte man dort auf Anhieb zwei Mal in Folge erneut den Titel erringen, in den Relegationsspielen für die neue Nationalliga bzw. später 2. Division zog man aber beide Male gegen den Kärntner Landesligameister den Kürzeren.

wsv deutschlandsbergIn der letzten Begegnung der Landesligasaison 1970/71 fertigte die Werkself, die zu diesem Zeitpunkt bereits als Meister feststand, Deutschlandsberg noch einmal deutlich 4:1 ab und ließ sich nach dem Spiel feiern.

Vereinsgeschichte

1948 als ATUS Liezen gegründet, musste der Verein anfangs noch auf dem Platz des SC Liezen spielen, da man keine eigene Anlage hatte. Bald aber überlies die Hütte Liezen dem Verein ein von Kriegsgerümpel und Bombentrichtern übersätes Grundstück, dass von den Spielern in vielen freiwilligen Arbeitsstunden geräumt und in ein Spielfeld verwandelt wurde. 1951 wurde der Verein enger mit dem Eisenwerk verknüpft und in Werkssportverein, kurz WSV, umbenannt. Größter Erfolg: der Landesligatitel 1970/71 und die darauffolgenden drei Jahre in der Regionalliga Mitte. Heute kickt der WSV Liezen in der Unterliga Nord A, der sechsthöchsten Spielklasse. Die laufende Saison wurde vom steirischen Fußballverband zwar abgebrochen, die Werkself freut sich aber bereits auf die im Sommer beginnende neue Saison, in die man, wie kürzlich bekanntgegeben wurde, mit einem neuen Hauptsponsor, und zwar der Kelag Energie & Wärme, startet.

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