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Vom einfachen Faustkeil zur modernen Vortriebsmaschine

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Im Freizeitheim Trieben ist noch bis Ende September die Ausstellung „Einblicke – 7.000 Jahre Bergbau“ zu sehen.

Heute wird im Bergbau auf moderne Technik, z. B. auf Vortriebsmaschinen wie diese, gesetzt. Heute wird im Bergbau auf moderne Technik, z. B. auf Vortriebsmaschinen wie diese, gesetzt. Foto: Sandro Zangrando photographie

Von 1. bis. 4. September ging in Trieben und Hohentauern im Rahmen der 21. Österreichischen Knappen- und Hüttentage die Veranstaltung „Bergmann 2022“ über die Bühne. Deren Highlight: die Ausstellung „Einblicke – 7.000 Jahre Bergbau“ im ersten Stock des Freizeitheims Trieben, die am Monatsersten eröffnet wurde und noch bis zum Monatsletzten täglich von 10 bis 14 Uhr und für Gruppen auf Anmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten zu sehen ist. Die Schau wurde in dreijähriger Vorbereitung von führenden österreichischen Museen, heimischen Bergbaumuseen und dem wissenschaftlichen Team der Arbeitsgemeinschaft für Geschichte und Archäologie erstellt.

Mehr als 100 Objekte

Der 1941 entdeckte Münzschatz aus Pöls stammt aus dem 13. Jahrhundert. (Fotos: KK)Der 1941 entdeckte Münzschatz aus Pöls stammt aus dem 13. Jahrhundert. (Fotos: KK)Mithilfe von mehr als 100, teilweise in dieser Form noch nie präsentierten Objekten aus mehr als 20 Museen wird in der Ausstellung die 7.000-jährige Geschichte des Bergbaus im Alpenraum in interessanter und informativer Form dargestellt. Der Bogen spannt sich dabei vom bronzezeitlichen Salzabbau in Hallstatt über den mittelalterlichen Bergbau im Paltental bis hin zu den Schürfmethoden des 21. Jahrhunderts. Zu den ausgestellten Objekten gehören u. a. ein mehr als 100.000 Jahre alter Faustkeil, ein rund 6.000 Jahre alter Kupferdolch u. v. a. m.

Ausstellungshighlights

Ein absolutes Highlight der Schau ist eine Bergrechtsurkunde von Ulrich von Lichtenstein, die ihm das Bergrecht auf der Turrach einräumte. Ebenso aus dieser Zeit, dem Hochmittelalter, stammt der sensationelle Münzschatz aus Pöls. Er besteht aus 192 Silbermünzen aus dem 13. Jahrhundert, die 1941 bei Bauarbeiten im Gemeindeamt entdeckt wurden. Abgerundet wird „Einblicke – 7.000 Jahre Bergbau“ durch Urkunden, Handschriften und Drucke aus dem 16., 17. und
18. Jahrhundert.

LBN-WOHIN
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