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Steirische Polizei erwischt jeden Tag 50 Handylenker

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In der grünen Mark wurden im Vorjahr 18.590 Autofahrer beim verbotenen Handytelefonieren am Steuer erwischt. Dass sich dadurch das Unfallrisiko stark erhöht, ist vielen nicht bewusst.

Steirische Polizei erwischt jeden Tag 50 Handylenker Foto: F8\Suport Ukraine – stock.adobe.com

 Nach dem Rückgang im ersten Coronajahr ist die Zahl der Autofahrer mit Smartphone am Ohr im Folgejahr wieder gestiegen, und zwar um rund 2.700 bzw. 17 Prozent. Im Schnitt hat die Exekutive 2021 täglich 50 Lenker, die sich dieses Vergehens schuldig gemacht haben, erwischt, die tatsächliche Anzahl liegt aber noch um ein Vielfaches höher, wie Erhebungen in der Vergangenheit gezeigt haben. Österreichweit wurden 128.489 erwischt.

Gefährliche Ablenkung

Handytelefonierend reagiert man so schlecht wie ein Alkolenker mit 0,8 Promille, um etwa eine halbe Sekunde später. „Zu viele meinen, es wäre ein Kavaliersdelikt und sind sich der fatalen Folgen nicht bewusst, die das Handytelefonieren haben kann“, warnt VCÖ-Experte Michael Schwendinger. Folgendes Beispiel verdeutlicht, welch gefährliche Folgen die Ablenkung haben kann: Läuft ein Kind zwölf Meter vor einem Pkw, der 30 km/h fährt, auf die Straße, kann ein aufmerksamer Lenker sein Auto zum Stillstand bringen. Ein Autofahrer, der eine halbe Sekunde verzögert reagiert, fährt das Kind mit einer Geschwindigkeit von rund 25 km/h nieder, was zu schweren Verletzungen führen kann.

Aufnahme ins Vormerksystem

Die derzeitige Strafhöhe von 50 Euro für Handy am Steuer stehe in keinem Verhältnis zum Gefährdungspotenzial, so der VCÖ. Das Delikt solle, so wie bereits in vielen EU-Staaten der Fall, ins Vormerksystem aufgenommen werden, außerdem spreche man sich für verstärkte Kontrollen, insbesondere im Ortsgebiet, aus.

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