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Tempolimits: Lohnt sich ein Einbremsen?

Aufgrund der aktuell hohen Spritpreise gibt es auch in Österreich eine Diskussion über die Verschärfung aktuell geltender Tempolimits. Laut ÖAMTC wird der Einsparungseffekt jedoch deutlich überschätzt.

Tempolimits: Lohnt sich ein Einbremsen? Bilder aus Collage: fotohansel – stock.adobe.com

Tempo 100 statt 130 auf Autobahnen – was bringt es wirklich? Nicht viel, so der ÖAMTC, der aufgrund der aktuellen Diskussion über niedrigere Tempolimits informiert: „Der Effekt einer Temporeduktion von 130 auf 100 km/h auf Autobahnen und Schnellstraßen sowie von 100 auf 80 km/h auf Freilandstraßen ist deutlich geringer als angenommen. Wir schätzen das Einsparungspotenzial auf Autobahnen unter Zugrundelegung von Daten der TU Wien aus dem Jahr 2020 sowie aktuellen Hochrechnungen aus Deutschland auf maximal ein bis drei Prozent des heimischen Spritverbrauches bei einem Tempo zwischen 130 und 100.“

Keine Versorgungskrise

„Aktuell sehen wir uns mit einer angespannten Preissituation beim Kraftstoff konfrontiert – nicht jedoch mit einem Versorgungsengpass“, so Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖAMTC Interessenvertretung. Der Club verweist auf vielfach bekannte Möglichkeiten zum ökonomischen und auch umweltschonenden Fahren. Dazu zählt eine konstante Fahrweise, das Vermeiden unnötiger Schaltgänge und die Ausnutzen von Rollphasen.

Zufriedenheit mit aktuellen Tempolimits

Wie aus einer Umfrage des ÖAMTC aus dem Jahr 2018 hervorgeht, halten 64 Prozent das derzeitige Limit von 130 km/h auf Autobahnen für angemessen, 33 Prozent wollen schneller fahren, nur drei Prozent langsamer. In puncto Freilandstraßen halten 87 Prozent 100 km/h für angemessen, für sechs Prozent ist das zu langsam, sieben Prozent sprechen sich für ein niedrigeres Limit aus. Auch eine aktuelle Onlineumfrage der Kronen Zeitung zeigt eine klare Ablehnung von Verschärfungen, 80 Prozent der Leser sind gegen eine Reduzierung des Tempolimits.

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