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Energiepreise machen steirischer Industrie zu schaffen

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Einerseits freut sich die steirische Wirtschaft über Wachstum, andererseits dämpfen Lieferkettenprobleme, Personalmangel und speziell hohe Energiepreise die Dynamik des wirtschaftlichen Aufschwungs.

Energiepreise machen steirischer Industrie zu schaffen Foto: Frog 974 – ADOBE STOCK

 Die aktuelle Konjunkturumfrage der Industriellenvereinigung Steiermark mit Rückmeldungen von über 50 steirischen Industriebetrieben hat zwar ein grundsätzlich positives Bild ergeben, aber auch aufgezeigt, welche Faktoren den Betrieben zu schaffen machen. Als Belastung haben sich in erster Linie die stark gestiegenen Energiepreise herauskristallisiert. Die Steiermark ist ein Land, das überdurchschnittlich von energieintensiven Industriezweigen geprägt ist. Knapp 32.000 Arbeitnehmer und damit um rund 40 Prozent mehr als im Bundesländerschnitt sind in den weiß-grünen energieintensiven Industriebetrieben tätig. Aber nicht nur diesen, sondern auch weniger energieintensiven Unternehmen setzt die Höhe des Anstiegs der Kosten für Gas oder Strom zu.

Die Industriellenvereinigung Steiermark fordert deshalb Maßnahmen zur Entlastung von Betrieben, schließt sich etwa der Forderung der Industriellenvereinigung Österreich nach Kompensation für erhöhte Strompreise aufgrund hoher CO2-Zertifikatskosten an. Voraussetzung für weiteres Wachstum seien außerdem „funktionierende Lieferketten und die Möglichkeiten, derzeit offene Stellen zu besetzen. Nach wie vor sind die steirischen Industriebetriebe auf der Suche nach Personal, 32 Prozent wollen im ersten Quartal dieses Jahres Mitarbeiter einstellen, nur zwei Prozent planen mit sinkendem Personalstand“, schildert Gernot Pagger, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Steiermark.

Auf Omikron bestmöglich vorbereitet

Sehr genau beobachtet man in der Industrie die Entwicklungen der Coronapandemie in Österreich und der Welt. „Vor Ort arbeiten die steirischen Betriebe mit hohem Einsatz und mittlerweile auch viel Erfahrung daran, die Belegschaft zu schützen und Ausfälle aufgrund von erkrankten oder abgesonderten Mitarbeitern zu verhindern. Hinsichtlich der Ausbreitung von Omikron in für uns wichtigen Wirtschaftsräumen planen die Unternehmen bestmöglich voraus, um Produktionsengpässe durch allfällige Lieferkettenprobleme unwahrscheinlich zu machen“, so Pagger.

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