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Equal Pay Day heuer früher

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Der Aktionstag, der die Einkommensungerechtigkeit zwischen Frauen und Männern in Österreich aufzeigt, fällt heuer auf den 15. Februar.

Equal Pay Day heuer früher Foto: Andrey Popov – ADOBE STOCK

 Seit 2009 berechnet das internationale Frauennetzwerk Business and Professional Women (BPW) den Equal Pay Day für Österreich. Heuer fällt dieser auf den 15. Februar und rückt damit um sechs Tage nach vor. Die aktuelle Gender-Pay-Gap beläuft sich damit auf 12,7 Prozent, umgerechnet sind das 46 Kalendertage, die Frauen unbezahlt arbeiten. Das wirkt sich nicht nur kurzfristig auf den Kontostand und die Lebensqualität, sondern auch langfristig auf die Pension aus. Österreich ist mit seinem hohen Lohngefälle zwischen Frauen und Männern im europäischen Vergleich bei den Schlusslichtern zu finden.

Vorrücken kein Grund zum Jubel

Wer nun das Gute im Schlechten sehen will und argumentiert, dass zwar immer noch Einkommensungerechtigkeit herrsche, der Aktionstag aber immerhin um sechs Tage vorgerückt sei, den holt Cornelia Pessenlehner, Präsidentin von BPW Austria, auf den Boden der Tatsachen zurück. Für den Vergleich würden nur vollbeschäftigte Frauen und Männer herangezogen werden, im ersten Coronajahr, das Grundlage der Berechnung ist, hätten viele Frauen aber ihr Arbeitspensum verringert, um ihre Familien in der Pandemie zu managen, oder ihren Job verloren. Das verfälsche den heurigen Vergleich.

Wohn- und Arbeitsort entscheidend

Die Zahlen der Statistik Austria lassen auch einen Bundesländervergleich zu. Während die Gender-Pay-Gap mit 4,2 Prozent in Wien verhältnismäßig klein ist, klafft in Vorarlberg eine Lücke von 22,2 Prozent! Die Steiermark liegt mit einem geschlechtsspezifischen Einkommensunterschied von 15,2 Prozent auf dem sechsten Rang, Oberösterreich ist mit 17,6 Prozent nur an vorletzter Stelle platziert.

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