Menu
Sie sind hier:Start/Wirtschaft/Ukrainekrieg: Auswirkungen auf Arbeitsmarkt schwer abschätzbar

Ukrainekrieg: Auswirkungen auf Arbeitsmarkt schwer abschätzbar

  • Autor/in:
  • Geschätzte Lesezeit: 1 - 2 Minuten

Helge Röder, Leiter des AMS Liezen, berichtet von einem erfreulichen Trend am regionalen Arbeitsmarkt im Bezirk Liezen. Wie sehr sich der Krieg in der Ukraine noch auf die Arbeitsmarktlage auswirken wird, sei derzeit schwer zu sagen.

Ukrainekrieg: Auswirkungen auf  Arbeitsmarkt schwer abschätzbar Foto: Mediaparts – stock.adobe.com

Mit Ende Februar waren im Bezirk Liezen 1.753 Menschen arbeitslos gemeldet, das entspricht einem Rückgang von 1.667 Personen oder 48,7 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahr. Inklusive Schulungsteilnehmer sind aktuell 2.111 Personen, um 1.680 weniger als 2021, gemeldet. „Die aktuellen Arbeitsmarktdaten zeigen weiterhin einen erfreulichen Trend und einen Rückgang der Arbeitslosigkeit im Bezirk. Im letzten Jahr war die Arbeitsmarktsituation noch sehr stark durch den Lockdown im Tourismus geprägt“, berichtet AMS-Liezen-Chef Röder.

Aufgrund der dramatischen geopolitischen Lage in der Ukraine würden diese erfreulichen Zahlen jedoch in den Hintergrund rücken, so Röder. Es sei derzeit schwer abzuschätzen, wie sehr sich die kriegerische Auseinandersetzung auswirken werde. Arbeitsminister Martin Kocher bezeichnete die Sanktionen gegen Russland und den Krieg in der Ukraine als „Unsicherheitsfaktor“ für die heimische Wirtschaft und den Arbeitsmarkt. Man dürfe außerdem nicht vergessen, dass auch die Coronapandemie noch nicht vorbei sei, merkt der Leiter des AMS Liezen an.

Plus bei freien Stellen

Auch bei den freien Stellen kann ein Plus beobachtet werden. Aktuell stehen den über 1.750 arbeitssuchenden Menschen im Bezirk 1.669 Jobs – ein Plus von 808 oder 93,8 Prozent – zur Verfügung. Das Angebot liegt damit sehr deutlich über dem Vorjahresniveau. Im Gesamtbezirk Liezen konnten im Vormonat 427 Stellen abgedeckt werden. Am regionalen Lehrstellenmarkt stehen den 16 Jugendlichen, die aktuell auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind, insgesamt 326 Lehrstellen – um 78 oder 31,5 Prozent mehr als vor einem Jahr – gegenüber.

×