„Das Gefährlichste ist der ungünstigste Schneedeckenaufbau“
Die Ursache für die Lawinenunfälle dieses Winters sind wenig Schnee, langanhaltende große Kälte mit aufbauender Umwandlung zu Schwimmschnee plus Wind – ein tödlicher Mix in den Nord-NO-NW-Hängen, informiert Bergführer Paul Sodamin und erklärt: Die aufbauende Umwandlung entsteht bei dünner Schneedecke und starkem Frost durch einen starken Temperaturgradienten, der alte Schneekristalle in kantige, kugelförmige Strukturen (Schwimmschnee) umwandelt. Diese Schwachschicht bindet kaum und bleibt monatelang persistent, besonders in schattiger Lage. Deshalb: „Vorsicht, horche auf dein Bauchgefühl. Bei Zweifeln: Verzichten! Es ist besser einmal umkehren, als ein unnötiges
Risiko einzugehen, denn viele Unfälle passieren bei Stufe 2–3, wo das Gelände ‚harmlos’ wirkt, aber auch die Stufe 1 ist in dieser ‚Lawinenzeit’ gefährlich!“ ◻