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Ausseerland als Hotspot der Artenvielfalt

Aktuelle Studien der Österreichischen Bundesforste weisen das steirische Salzkammergut als wahres Sammelbecken gefährdeter Arten aus.

Goldener Scheckenfalter Goldener Scheckenfalter Foto: Roman Salomon

Goldener Scheckenfalter, Alpen-Kammmolch, Schnürsporiger Saftling oder Runzelige Keulenflechte: Tier-, Pilz- und Pflanzenarten mit klingenden Namen, die in Österreich aber leider bereits auf der Roten Liste gefährdeter Arten stehen. Umso erfreulicher sind die Ergebnisse der Untersuchungen der Artenvielfalt im Steirischen Salzkammergut, die die Bundesforste im Rahmen ihres LIFE+-Projekts „Naturwald, Moore und Lebensraum im Ausseerland“ durchgeführt haben. Viele Arten, die anderswo in Österreich stark gefährdet sind, finden sich hier.

So überraschten die Experten etwa die großen Populationen heimischer Steinkrebse. Diesem Bewohner sanfter, klarer Bäche von hoher Wasserqualität wurde durch die Krebspest, eine Krankheit, die durch den aus Nordamerika eingeschleppten Signalkrebs übertragen wird, massiv zugesetzt. Deshalb ist die Entwicklung in den Bächen des Ausseerlandes besonders erfreulich. 13 Populationen mit insgesamt mehr als 16.000 Individuen konnten gezählt werden. Auch die beträchtliche Anzahl der sonst eher seltenen Alpen-Kammmolche sowie der Gelbbauchunken und des Alpenbockkäfers ist erfreulich. Gesichtet wurde auch der Goldene Scheckenfalter, ein seltener Moor-Schmetterling, und die Seelaube, ein Fisch, der von Natur aus nur in sehr wenigen Alpenseen vorkommt, sich aber offensichtlich im Grundlsee äußerst wohl fühlt. Zahlreiche urwaldartige Pilze, Flechten und Moose, darunter einige Erstfunde für Österreich, konnten ebenso entdeckt werden.

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