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Leitspital soll in fünf Jahren in Betrieb gehen

Der Zeitplan fürs Leitspital Liezen werde gehalten, die Inbetriebnahme im Juni 2027 erfolgen, so Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß beim Ortsparteitag der ÖVP Stainach-Pürgg. Die Opposition ist diesbezüglich skeptisch.

Das Grundstück für das Leitspital Region Liezen mit Blick nach Südosten. Das Grundstück für das Leitspital Region Liezen mit Blick nach Südosten. Fotos: KAGes/Iocustmedia, Karl

Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß kündigte beim Ortsparteitag  der ÖVP Stainach-Pürgg die Inbetriebnahme des Leitspitals für 2027 an, Bürgermeister Roland Raninger (3. v. l.) zeigte sich erfreut. (Foto: OEVP Bezirksbuero Liezen)Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß kündigte beim Ortsparteitag der ÖVP Stainach-Pürgg die Inbetriebnahme des Leitspitals für 2027 an, Bürgermeister Roland Raninger (3. v. l.) zeigte sich erfreut. (Foto: OEVP Bezirksbuero Liezen)Bogner-Strauß hatte beim Ortsparteitag der Volkspartei Stainach-Pürgg am 8. April klare Botschaften im Gepäck, speziell zum im Ortsteil Niederhofen geplanten Leitspital Liezen. Sie bestätigte, dass der Zeitplan voll gehalten werden könne, und führte weiter aus, dass die Verkehrsplanung bereits abgeschlossen sei und das Haus im Juni 2027 in Betrieb gehen werde. „Der Bezirk Liezen ist damit der erste steirische Bezirk, der ein Leitspital bekommen wird“, so die Gesundheitslandesrätin.

Bürgermeister Roland Raninger, der beim Ortsparteitag in geheimer Wahl einstimmig erneut zum Obmann der ÖVP Stainach-Pürgg gewählt wurde, zeigte sich über die Fortschritte in der Planung und bei der Umsetzung erfreut. Am Tag nach dem Ortsparteitag wohnten er und Bogner-Strauß der Eröffnung der Sonderausstellung „Heilkunde. Zur Geschichte der Medizin“ auf Schloss Trautenfels bei, in der u. a. auch das Leitspital thematisiert wird (siehe hierzu auch Artikel auf Seite 5).

2027: Opposition zweifelt

Nicht an eine Inbetriebnahme in fünf Jahren glauben die Oppositionsparteien FPÖ, Grüne, KPÖ und Neos. Lambert Schönleitner, Kontrollsprecher der Grünen, geht vielmehr von 2030 aus. Außerdem, so die blau-grün-dunkelrot-pinke Allianz, sei zu befürchten, dass das Projekt sämtliche Kostenkalkulationen sprengen werden. „Sollten Schwarz und Rot an dem Vorhaben festhalten, werden die derzeitigen Kostenexplosionen im Bausektor dazu beitragen, dass auch die Steiermark ihren AKH-Nord-Skandal bekommt“, befürchtet FPÖ-Klubobmann Mario Kunasek.

Der kürzlich erfolgten Beantwortung zweier schriftlicher Anfragen zum aktuellen Stand beim Leitspital zufolge sind bislang Aufwendungen in Höhe von etwas mehr als 3,8 Millionen Euro erwachsen. „Niemand versteht, wofür knapp vier Millionen Euro an Steuergeld ausgegeben werden müssen, noch bevor der offizielle Startschuss erfolgt ist“, so Neos-Klubobmann Niko Swatek. Sein KPÖ-Pendant Claudia Klimt-Weithaler kritisiert: „Schon jetzt zeigt sich, welche horrenden Kosten das Projekt verursacht, während der Bezirk damit trotz aller Versprechungen über 100 Spitalsbetten verliert.“

 

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