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| Aus der Region

Erster Wolf nach neuer Wolfsverordnung in der Sölk erlegt


In der Gemeinde Sölk ist am Sonntag, 12. Juli, erstmals ein Wolf auf Grundlage der Steirischen Wolfsverordnung entnommen worden.

Der Abschuss erfolgte innerhalb jenes zehn Kilometer großen Gebietes, für das nach mehreren bestätigten Schafrissen eine behördliche Abschussgenehmigung erteilt worden war.

Seit Juni wurden in der Region offiziell zehn gerissene Schafe registriert. Experten gehen allerdings davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Risse höher liegen könnte, da nicht alle Vorfälle gemeldet oder eindeutig dokumentiert werden.

Der erlegte Wolf wird nun an die Universität für Bodenkultur (BOKU) in Wien überstellt. Dort werden DNA-Analysen sowie Untersuchungen des Mageninhalts durchgeführt. Ziel ist es, den Gesundheitszustand des Tieres zu untersuchen und festzustellen, ob es sich tatsächlich um jenen Wolf handelt, der für die Schafrisse verantwortlich war.

Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer sieht in der ersten Entnahme einen wichtigen Schritt für den Schutz der Alm- und Weidewirtschaft: „Die erste Entnahme zeigt, dass ein praxistauglicherer Zugang auch die entsprechenden Resultate bringt. Wir wollen kein Tier ausrotten, aber wir wollen wirksamen Schutz für unsere Alm- und Weidewirtschaft. Genau diesem Ziel dient dieser Abschuss. Danke an alle Jägerinnen und Jäger vor Ort, die sich dieser schwierigen Aufgabe professionell angenommen haben.“

Mit der Entnahme wurde erstmals eine Maßnahme nach der neuen Steirischen Wolfsverordnung umgesetzt. Die Ergebnisse der nun laufenden Untersuchungen sollen in den kommenden Wochen zeigen, ob tatsächlich jenes Tier erlegt wurde, das für die jüngsten Nutztierrisse verantwortlich war.