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Foto: RML
| Aus der Region

Energiegemeinschaft Region Liezen startet


Was in der Region erzeugt wird, soll künftig auch möglichst in der Region genutzt werden: Mit der Gründungs-Mitgliederversammlung am 3. August 2026 ist der offizielle Startschuss für die Energiegemeinschaft Region Liezen gefallen.

Zehn Gemeinden haben sich zusammengeschlossen, um regional produzierten Strom gemeinsam zu nutzen, die Versorgungssicherheit zu stärken und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu verringern. Die Idee dahinter ist einfach: Wer Strom aus der Energiegemeinschaft bezieht, kann von günstigeren Stromkosten profitieren, weil reduzierte Netzentgelte anfallen. Gleichzeitig eröffnet die Gemeinschaft jenen, die selbst Strom erzeugen, die Möglichkeit, überschüssige Energie an die Energiegemeinschaft und damit letztlich an Nachbarn in der Region zu verkaufen.

„Wir möchten, dass möglichst viel regional erzeugter Strom auch in der Region bleibt. Das stärkt die Wertschöpfung vor Ort, ermöglicht der Region neue Handlungsspielräume im Energiebereich und bringt gleichzeitig finanzielle Vorteile für alle Beteiligten“, betonen die beiden Obleute der Energiegemeinschaft Region Liezen, Andrea Heinrich und Armin Forstner.

Zehn Gemeinden machen den Anfang

Altenmarkt bei St. Gallen, St. Gallen, Landl, Ardning, Lassing, Liezen, Wörschach, Öblarn, Gröbming und Sölk gehören zu den zehn Gründungsgemeinden. Gemeinsam mit dem RML Regionalmanagement Bezirk Liezen haben sie die Energiegemeinschaft auf den Weg gebracht. Weitere Gemeinden haben bereits Interesse an einer Teilnahme bekundet. Im Vorstand sind alle beteiligten Gemeinden vertreten. Damit werden die Geschicke der Energiegemeinschaft gemeinsam in der Region gesteuert. Auch über die weitere Entwicklung soll gemeinsam entschieden werden.

Strom möglichst dort nutzen, wo er entsteht

Die Energiegemeinschaft Region Liezen wird schrittweise aufgebaut. Unter einem gemeinsamen Dach sollen regionale Energiegemeinschaften entstehen, über die die Zählpunkte der teilnehmenden Gemeinden eingebunden werden können. Wo die technischen Voraussetzungen vorhanden sind, sollen künftig zusätzlich lokale Energiegemeinschaften entstehen. So kann Strom möglichst direkt dort genutzt werden, wo er produziert wird.
Ab Oktober 2026 soll die Teilnahme auch für Bürger, Vereine und Betriebe kostenlos möglich sein. In den kommenden Wochen werden dafür die organisatorischen und technischen Vorbereitungen abgeschlossen. Informationen zur Teilnahme und zum Anmeldeprozess sollen rechtzeitig vor dem Start veröffentlicht werden.

Unterstützt wird das Projekt aus Mitteln des Steiermärkischen Landes- und Regionalentwicklungsgesetzes. Die Energiegemeinschaft soll damit nicht nur eine neue Möglichkeit der Stromversorgung schaffen, sondern auch einen Beitrag dazu leisten, die regionale Energiezukunft selbst in die Hand zu nehmen. ◻