Von 5. bis 7. September ist Altausseer Kiritåg
In Altaussee erkennt man den Herbst daran, dass eben einmal rund 70.000 Halbe Bier verschwinden. Wobei? Beim legendären Kiritågbierzelt, dem Mekka von Dirndl & Lederhos’n!
Wenn die Bierzeltmusi bis zum Losergipfel zu hören ist und der Duft von Bratwürstl, Grillhendl und Räuchersaibling durch den Ort zieht, dann haben „Dosige“ und „Zuagroaste“ alle dasselbe im Sinn: die „heilige Halle” der FF Altaussee - das nach alter Tradition und mit sehr viel Mühe, Geschick und Geschmack ausgestattete Holzstangenzelt, umringt von Schießständen, Autodromanlage, Schaukeln und Ringelspiel.
In alter Tradition stoßen am Sonntag natürlich auch wieder die „Überquerer“ aus Ebensee über das Tote Gebirge ins Zelt hinzu. Der zweitägige Fußmarsch übers Tote Gebirge wird unter großem Gejohle und Intonierung des „Ebenseer Fetzenmarsches“ im Zelt beendet. Dort werden sie empfangen, als hätten sie gerade den Himalaja überquert. Gegen zwei Uhr versiegen dann die Bierquellen – ja es gibt wirklich eine Sperrstunde – die letzten Autodromaddicts drehen einsame Runden und irgendwo suacht ana no sei Jopp’n während Scheibtruhen voller Biergläser zurück an die Bars gekarrt werden. Mit der Abreise der Kirtagshelden wird es abrupt ruhig im Tal. Die freiwilligen Helfer sind mit dem Abbauen, Zusammenräumen und Reinigen des Festplatzes oft schneller, als so manche Gäste wieder klar denken können. Und spätestens dann weiß man in Altaussee: Der Sommer ist vorbei. Aber keine Sorge – denn nach dem Kiritåg ist vor dem Kiritåg.
Foto: Erich Kainzinger