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Fotos Ortsmarketing Bad Mitterndorf
| Aus der Region

Open Air am Kulm war voller Erfolg


Das Gelände rund um die Skiflugschanze am Kulm hat seine Feuertaufe als sommerliche Open-Air-Location mit Bravour bestanden. Rund 6.000 Besucher sorgten an zwei Konzertabenden mit Edmund und Nena für beste Stimmung und machten das Premierenwochenende zu einem starken Signal für die Zukunft des Veranstaltungsstandorts Bad Mitterndorf.

Seit Jahrzehnten ist der Kulm Austragungsort internationaler Skiflugbewerbe, wurde dafür aber nur alle zwei Jahre für ein Wochenende genutzt. Das weitläufige Areal ist daher prädestiniert für Großveranstaltungen und hat sich nun erstmals auch im Sommer als Veranstaltungsort bewährt: Platz für rund 30.000 Besucher, eine leistungsstarke Stromversorgung mit bis zu 3.000 Kilowatt, Wasser- und Kanalanschluss, großzügige Parkflächen sowie kaum unmittelbare Anrainer machen den Kulm zu einer außergewöhnlichen Eventlocation.

Herbert Hansmann, Bürgermeister von Bad Mitterndorf mit Austropop-Duo „Edmund“ und Initiator Arnold Diechtl.Die Idee für das Open Air entstand bereits im Jahr 2024. Initiator Arnold Diechtl, Betreiber des Kirchenwirts in Bad Mitterndorf, ließ sich trotz mancher skeptischen Stimmen nicht von seinem Vorhaben abbringen. Seine Erfahrung aus zwölf Jahren Organisationsarbeit bei rund 100 Länderspielen des ÖFB gab ihm die nötige Sicherheit, ein Projekt dieser Größenordnung zu realisieren. Als Veranstalter wurde Manfred Koch von Cook Music Management an Bord geholt, mit dem es gelang, das Austropop-Duo Edmund sowie die deutsche Musikikone Nena für den 17. und 18. Juli an den Kulm zu holen. Von den rund 6.000 Besuchern an beiden Tagen reisten knapp 45 Prozent von mehr als 100 Kilometern Entfernung an. Dies schlug sich spürbar in den Nächtigungszahlen der Region nieder. Die Tickets mit 69,90 Euro für einen Konzertabend wurden bewusst zu einem fairen Preis angeboten.

Regionale Zusammenarbeit

Bei allen beteiligten Firmen setzte man konsequent auf Regionalität, der Großteil der Aufträge erging an heimische Betriebe. Für die Verpflegung der Besucher sorgten Christian Schilcher von der Steirerhütte und dem Badbuffet Bad Mitterndorf sowie Christian Erlbacher von Erli's Kulinarik im Backstagebereich. „Ich wollte nicht, dass es draußen nur Leberkässemmeln gibt“, sagt Arnold Diechtl. Stattdessen wurden Burger, Backhendlsalat, Bosna und Paninis im rund 200 Quadratmeter großen Gastrozelt angeboten. Als Backstagebereich diente das neu errichtete Springerdorf. Auf einen klassischen VIP-Bereich wurde bewusst verzichtet. Dafür erfreute man sich auf dem gut gebuchten, barrierefrei erreichbaren und erhöhten Rollstuhlpodest über die perfekte Sicht auf die Bühne. Eine besondere Überraschung hatte der Tourismusverband Ausseerland-Salzkammergut für Edmund vorbereitet: Markus Kadensky und Roman Messner erhielten steirische Trachtengilets, die sie noch während des Konzerts mit sichtlicher Freude auf der Bühne trugen.

Cocktailshow und Lichtermeer

20260717 kulmlife bestof 33Auch abseits der Hauptbühne wurde Unterhaltung geboten. Showbarkeeper Kenny Klein aus Bad Ischl ließ Shaker, Flaschen und Eiswürfel scheinbar mühelos durch die Luft wirbeln. So wurde die Bar selbst zur kleinen Bühne und jeder Cocktail zu einer Showeinlage. Insgesamt waren rund 50 Mitarbeiter im Gastronomiebereich, 30 Security-Mitarbeiter sowie eine rund 20-köpfige Aufbaucrew im Einsatz. Ein Mehrwegbechersystem kam ebenso zum Einsatz wie die Sammlung der Dosenpfandbeträge für einen guten Zweck. Rund 2.000 Dosen konnten verwertet werden. Auch der Shuttlebus-Service im gesamten Gemeindegebiet funktionierte bis nach Mitternacht reibungslos und brachte die Besucher sicher nach Hause. Nennenswerte Rettungseinsätze blieben erfreulicherweise aus. Bereits drei Tage nach der Veranstaltung wurde das Gelände wieder in einwandfreiem Zustand zurückgegeben.

Startschuss für ein neues Kapitel

Für Arnold Diechtl war die größte Belohnung der Blick in das Publikum: „Ich habe nur in glückliche Gesichter geschaut.“ Nach der erfolgreichen Premiere sind sich alle Beteiligten einig: Der Kulm hat sein Potenzial als Open-Air-Location eindrucksvoll bewiesen. Diechtl hat das Gelände bereits für Open-Air-Veranstaltungen für die kommenden Jahre gepachtet. Das erste Open Air am Kulm war damit weit mehr als nur ein Konzertwochenende – es war der Startschuss für ein neues Kapitel dieses außergewöhnlichen Veranstaltungsortes. ◻

 

Fotos: Ortsmarketing Bad Mitterndorf