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| Aus der Region

SO SCHMECKT DIE REGION: Die wohl kleinste Käserei Österreichs


Wer durch Gößl am Grundlsee Richtung Toplitzsee spaziert, entdeckt nicht nur eine der schönsten Landschaften des Ausseerlands, sondern auch den Hofladen von Elisabeth Klanner. In der wohl kleinsten Käserei Österreichs erzeugt sie mit viel Leidenschaft die unterschiedlichsten Käseprodukte.

AKaeseDer Kammerseer von Elisabeth Klannerm Fuße der imposanten Gößler Wand betreibt Elisabeth Klanner eine Landwirtschaft mit 17 Rindern, darunter fünf Milchkühe. Dazu Hühner, ein Hund und – etwas ungewöhnlich – fünf Murmeltiere, die ihr Freund Manfred als Jäger züchtet. Die gesamte Milch wird von Elisabeth selbst verarbeitet – zu Joghurt, Topfen, Frischkäse und Schnittkäse.

Das Käsehandwerk

Die VerkaufshütteWas sich während der Corona-Zeit aus einem Hobby zu entwickeln begann, wurde schließlich zur Lebensgrundlage. Die ersten Käseversuche startete Klanner im Wirtschaftsraum des Hofes, bis eine Fachberatung der Landwirtschaftskammer klar machte: Für die Milchverarbeitung braucht es einen eigenen Raum. Kurzerhand entstand in der Garage eine gerade einmal 11 Quadratmeter große Käserei. Alle zwei Tage wird „groß gekast“: Aus rund 70 bis 90 Litern Milch entstehen drei bis vier Käselaibe mit jeweils etwa 2,5 Kilogramm.
Die Käseherstellung ist traditionelles Handwerk, je nach Sorte reifen sie mehrere Wochen bis Monate. Der „Grundlseer Gouda“ reift etwa sechs Wochen, der würzige „Dorfbacher“ sogar bis zu einem halben Jahr. Kräuterkäse mit feinen Gewürzen, Walnusskäse mit Nüssen vom eigenen Baum und der kräftige Dorfbacher, der an Emmentaler erinnert, ergänzen das Sortiment. Der neue Pfefferkäse ist bereits in Arbeit. Besonders kreativ zeigt sie sich beim Frischkäse, der etwa als Grillkäse mit Speck umwickelt oder in Öl eingelegt veredelt wird. Dazu gibt es im Hofladen selbst angesetzte Liköre – von Apfel über Zwetschke bis Marille und Holler – und auf Bestellung auch liebevoll zusammengestellte Geschenkspakete.

Selbst-ständig

Die Käserei wird als „Ein-Frau-Betrieb “ geführt. „Davon leben kann man, wenn man damit zufrieden ist“, sagt Elisabeth. Viel Luxus braucht sie nicht, nur der Traktor sollte nicht kaputt gehen – denn den will sie nicht entbehren müssen. Selbstständig zu sein bedeute eben auch, „selber ständig zu arbeiten“. Doch genau das ist es, was sie liebt. Besonders die Zeit im Stall mit ihren Tieren – selbst nach kurzen Nächten steht sie dort ab 5 Uhr bereit. Es ist wie sie sagt: „Oft a moi dreibeissen. Oba onders mog is neama!“
Bestellungen unter 0664/927 04 92 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.