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Ein karges Bergbauernleben – Teil I

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In den kommenden Artikeln möchten wir an dieser Stelle Anna Gasteiner zu Wort kommen lassen. Die knapp 90-Jährige ist zwar mittlerweile seit vielen Jahrzehnten in Gaishorn beheimatet, geboren und aufgewachsen ist sie aber im „Kripperl der Steiermark“.

Ein karges Bergbauernleben – Teil I Foto: Copula – stock.adobe.com

Anna Gasteiner erblickte am 7. Juli 1931 am etwas oberhalb von Pürgg gelegenen Willspergerhof das Licht der Welt. Das Leben auf dem kleinen Bergbauernhof sei kein leichtes gewesen, erinnert sie sich zurück. „Alles, was man zum Leben brauchte, musste aus dem Hof herausgearbeitet werden. Da gab es außer Salz und Zucker nichts zu kaufen. Und in den Kriegsjahren und den Jahren danach musste auch noch Fleisch und Getreide abgeliefert werden.“

„Es gab auf unserem Hof keinen Strom. Im Haus wurden Petroleumlampen angezündet, im Stall die Sturmlaterne.“ Man habe außerdem mit Wasserknappheit zu kämpfen gehabt, umso stolzer sei ihre Mutter auf die drei schönen Gärten gewesen, aus denen sie und ihre Geschwister, wie Gasteiner erzählt, sich gerne „Erdbeeren, Gurken oder Kohlrabi“ als kleine Zwischenmahlzeit stibitzt hätten. „Im Herbst gab es dann auch Äpfel, Birnen und Zwetschgen.“

„Die Arbeit war schwer, aber abwechslungsreich“, so die gebürtige Pürggerin. Jede Jahreszeit habe unterschiedliche Aufgaben mit sich gebracht. Im Sommer beispielsweise habe man neben der Heu- auch die Getreide-, Obst-, Kartoffel- und Rübenernte einbringen müssen. Im Spätsommer sei dann das Vieh von den Almen heimgekehrt und den Kindern sei die Aufgabe zugeteilt worden, dieses zu hüten. „Bis dann der elektrische Halterbub kam“, erinnert sich Gasteiner an den Einzug erster technischer Hilfsmittel zurück.“

LBN-WOHIN
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