Energie als Existengrundlage
Für das Forstamt Gstatt in Öblarn sind erneuerbare Energien längst mehr als nur ein Beitrag zum Klimaschutz. Sie sind zu einem wichtigen wirtschaftlichen Standbein geworden, ohne das die steigenden
Herausforderungen des größten Naturraumbewirtschafters unserer Region kaum mehr zu bewältigen wären.
Paul-Josef Colloredo-Mannsfeld„Im primären Sektor sind die Rohstoffpreise seit rund 50 Jahren kaum gestiegen, gleichzeitig nehmen die Herausforderungen durch den Klimawandel zu. Um den Fortbestand von Betrieben, die in diesem Wirtschaftszweig ihr Einkommen generieren, zu gewährleisten, braucht es daher innovative Lösungsansätze“, erklärt Grundeigentümer Paul-Josef Colloredo-Mannsfeld die Investitionen in erneuerbare Energien. Die Aufgaben wachsen stetig: Allen voran die Entwicklung eines klimafitten Waldes, der den kommenden Jahrzehnten standhält. Dafür braucht es gut ausgebildetes Fachpersonal, moderne Maschinen und den Einsatz neuer Technologien. All das ist notwendig, verursacht aber auch erhebliche Kosten. Diese können im Forstbetrieb allein nicht mehr gedeckt werden – die zusätzlichen Einnahmequellen sind daher längst überlebenswichtig geworden. Das Forstamt Gstatt in Öblarn setzt dabei gezielt auf erneuerbare Energien als wirtschaftliche Ergänzung. Das Portfolio umfasst Beteiligungen an drei Kleinwasserkraftwerken in Öblarn und im Kleinsölktal sowie eine Photovoltaikanlage am Standort Öblarn (Bild oben). Diese Anlagen bilden ein wichtiges, branchenunabhängiges Standbein.
Gemeinsam mit regionalen Partnern tragen die zertifizierten Ökostromanlagen dazu bei, Arbeitsplätze in der Region zu sichern und die wirtschaftliche Stabilität von Familienbetrieben in einer strukturell herausfordernden Region zu stärken. Der erzeugte Strom wird nahezu vollständig ins öffentliche Netz eingespeist und leistet damit einen konkreten Beitrag zur Energiewende in Österreich.
Fotos: JPaul-Josef Colloredo-Mannsfeld, Colloredo-Mannsfeld-Alpensonne GmbH