Die Architektur des Schlafs
Warum wir nachts mehr leisten, als wir glauben, und Günter Steffner, der Schlafarchitekt aus Ardning, dafür plädiert, dem Schlaf endlich die Aufmerksamkeit zu schenken, die er verdient.
Wir verbringen ungefähr ein Drittel unseres Lebens im Bett. Trotzdem behandeln wir den Schlaf oft wie einen lästigen Zwischenstopp zwischen zwei produktiven Tagen. Schlafarchitekt Günter Steffner hält das für einen kapitalen Irrtum. Seit Jahrzehnten beschäftigt er sich mit dem Thema. Dass bei seiner Schlafberatung selbst Menschen aus medizinischen Berufen gelegentlich überrascht zuhören, gibt ihm zu denken.
Die Bedeutung des Tiefschlafs
Unser Schlaf ist ein fein abgestimmtes Wechselspiel aus drei Schlafphasen: Einschlaf-, Tiefschlaf- und die Leichtschlafphase, die Phase besonders lebhafter Träume. Die ersten drei Stunden Schlaf sind die gesündesten. In der ersten Tiefschlafphase laufen wichtige Regenerationsprozesse ab. Wachstumshormone werden freigesetzt, um Zellreparaturen und den Muskelaufbau zu fördern, das Immunsystem wird gestärkt, und das Gehirn verarbeitet Informationen sowie motorische Abläufe, wodurch das Lernen und die Gedächtnisbildung unterstützt werden. Eine schlechte Qualität des Tiefschlafs kann auch dazu führen, dass sich toxische Substanzen im Gehirn anhäufen, was das Risiko für kognitive Beeinträchtigungen bzw. Demenzerkrankungen erhöht. Und auch Sporttreibende profitieren von einer optimalen Tiefschlafqualität, da sie die Regeneration und Leistungsfähigkeit fördert. In den Leichtschlafphasen werden Erlebnisse, Emotionen und Erinnerungen verarbeitet. Schlaf ist also keineswegs die Abwesenheit von Leistung. Er ist eher eine andere Art von Arbeit. Wer ihn regelmäßig kürzt, spart an der falschen Stelle.
Eule, Lerche oder einfach müde?
Manche Menschen könnten um sechs Uhr morgens Bäume ausreißen. Andere möchten um diese Zeit höchstens den Wecker aus dem Fenster werfen. Dahinter steckt nicht nur eine Frage der Disziplin: Unsere innere Uhr und unsere genetische Veranlagung beeinflussen, wann wir müde und wann wir leistungsfähig sind. Entscheidend ist, den eigenen Rhythmus möglichst gut zu kennen und regelmäßig einzuhalten. Gerade im Alter verändert sich der Schlaf. Er kann leichter und weniger zusammenhängend werden, viele Menschen werden früher müde und wachen früher auf. Wer tagsüber ständig einnickt, nimmt sich möglicherweise den nötigen Schlafdruck für die Nacht.
Steffners Rat lässt sich deshalb auf eine einfache Formel bringen: „Rhythmus ist das A und O unseres Lebens. Ihn bewusst aufrechtzuerhalten, gilt ganz besonders dann, wenn der Takt nicht mehr durch den Arbeitsalltag oder die Familie vorgegeben ist“, weiß der Schlafarchitekt.

Auch Extrembergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner ist vom
Zirbenteller Bettsystem Relax 2000 überzeugt.
Das Schlafzimmer ist kein Büro
Wer im Bett E-Mails beantwortet, Serien schaut und nebenbei noch am Handy wischt, sollte sich nicht wundern, wenn das Gehirn den Ort irgendwann eher mit Aktivität als mit Ruhe verbindet. „Das Bett ist für zwei Dinge da: zum Schlafen und für Sex. Nach beidem sollte man sich besser fühlen“, erklärt der Schlafarchitekt lächelnd. Hilfreich sind feste Schlafenszeiten, ein ruhiges Schlafzimmer und eine eher kühle Raumtemperatur bei rund 16 bis 18 Grad. Vier Stunden vor dem Schlafengehen sollte nichts mehr gegessen und auf Alkohol und Nikotin ganz verzichtet – oder zumindest nur noch in geringen Dosen zu sich genommen werden.
Ein System zum Loslassen
Das Herzstück des Relax 2000 Naturschlafsystems liegt dort, wo man es zunächst nicht vermutet – unter der Matratze. Dreidimensional bewegliche Holzteller auf speziellen Federkörpern passen sich an die Körperkonturen an und ermöglichen eine individuelle Lagerung. Darauf liegt eine Matratze aus Naturlatex, die durch ihre Elastizität und punktuelle Anpassungsfähigkeit den Körper unterstützt. Das tiefschlaffördernde System ist komplett metallfrei und kann in jedes bestehende Bett integriert werden. ◻
HAUSMESSE
9. bis 20. November 2026
Termine können gerne ab sofort vereinbart werden: Tel. 0664/501 50 24













